Ein Bonus ohne Einzahlung klingt zunächst nach einem Angebot ohne finanzielles Risiko. Dennoch ist die Nutzung meist an eine Registrierung und damit an die Verarbeitung persönlicher Daten geknüpft. Wer einen solchen Bonus in Anspruch nehmen möchte, sollte deshalb nicht nur die Teilnahmebedingungen lesen, sondern auch prüfen, welche Informationen ein Anbieter verlangt und zu welchem Zweck sie verwendet werden.
Welche Daten bei der Registrierung üblich sind
In der Regel benötigen Anbieter zunächst grundlegende Angaben zur Identifizierung. Dazu gehören häufig der vollständige Name, das Geburtsdatum, die Wohnadresse und eine E-Mail-Adresse. Auch eine Telefonnummer kann verlangt werden, insbesondere wenn die Plattform eine zusätzliche Bestätigung oder einen Kundendienst anbietet. Für die Kontoerstellung werden außerdem Zugangsdaten wie Benutzername und Passwort verarbeitet.
Bei Glücksspielen mit Alters- und Identitätsvorgaben reicht eine einfache Registrierung jedoch oft nicht aus. Anbieter müssen unter Umständen überprüfen, ob eine Person volljährig ist, tatsächlich unter der angegebenen Adresse lebt und nicht von der Teilnahme ausgeschlossen wurde. Dafür können Ausweisdokumente, ein Adressnachweis oder technische Prüfungen eingesetzt werden. Welche Unterlagen konkret erforderlich sind, hängt vom Anbieter, dem Sitz des Unternehmens und den geltenden gesetzlichen Vorschriften ab.
Warum eine Identitätsprüfung notwendig sein kann
Die Identitätsprüfung dient nicht nur dem Schutz des Unternehmens. Sie soll auch Minderjährige, gesperrte Spieler und missbräuchliche Mehrfachkonten fernhalten. Zudem gelten im Glücksspielbereich Regeln zur Geldwäscheprävention und zur Verhinderung von Betrug. Ein Anbieter darf daher bestimmte Daten erheben, wenn sie für die Erfüllung gesetzlicher Pflichten oder für die Durchführung des Vertrags erforderlich sind.
Bei einem bonus ohne einzahlung können zusätzliche Bedingungen gelten, etwa eine Umsatzvorgabe, eine begrenzte Gültigkeitsdauer oder eine Beschränkung auf bestimmte Spiele. Die dafür notwendige Kontoverwaltung darf jedoch nicht dazu führen, dass beliebige Informationen ohne nachvollziehbaren Zweck gesammelt werden. Maßgeblich sind die Grundsätze der Datenminimierung und Zweckbindung.
Was Anbieter mit den Daten tun dürfen
Personenbezogene Daten dürfen grundsätzlich nur verarbeitet werden, wenn eine rechtliche Grundlage besteht. Das kann die Vertragserfüllung, eine gesetzliche Verpflichtung, ein berechtigtes Interesse oder eine freiwillige Einwilligung sein. Für die Durchführung eines Bonus können Kontodaten und Identitätsnachweise erforderlich sein. Wer dagegen Werbe-E-Mails oder personalisierte Angebote erhalten möchte, muss dafür häufig gesondert zustimmen.
Eine Einwilligung darf nicht versteckt oder mit einer zwingenden Registrierung vermischt werden. Sie muss verständlich formuliert sein und kann jederzeit widerrufen werden. Der Widerruf ändert nichts an der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt ist. Für nicht mehr benötigte Daten endet die zulässige Speicherung grundsätzlich, sobald kein gesetzlicher Aufbewahrungsgrund mehr besteht.
Datenschutzbestimmungen kritisch prüfen
Vor der Registrierung lohnt sich ein Blick in die Datenschutzerklärung. Sie sollte nennen, wer für die Datenverarbeitung verantwortlich ist, welche Datenkategorien betroffen sind, zu welchen Zwecken die Verarbeitung erfolgt und wie lange die Informationen gespeichert werden. Ebenso wichtig sind Angaben zu Dienstleistern, möglichen Übermittlungen in andere Länder und den Rechten der betroffenen Personen.
Unklare Formulierungen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Werden Daten pauschal an zahlreiche Partner weitergegeben oder wird umfangreiche Werbung als Voraussetzung für die Bonusnutzung dargestellt, sollten Interessierte die Teilnahme überdenken. Ein seriöser Anbieter erläutert außerdem, wie Ausweisdokumente geschützt, verschlüsselt übertragen und nach Abschluss der Prüfung gelöscht oder gesperrt werden.
Rechte der Nutzer
Nutzer haben nach der Datenschutz-Grundverordnung unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung. Auch der Widerspruch gegen Direktwerbung ist möglich. Eine Anfrage kann an die im Impressum oder in der Datenschutzerklärung genannte Kontaktstelle gerichtet werden. Bleibt eine Antwort aus oder erscheint sie unzureichend, kann eine Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde eingereicht werden.
Wer Daten sparsam weitergibt, Einwilligungen bewusst auswählt und die Bedingungen vorab prüft, kann die Chancen und Risiken eines Bonus besser einschätzen. Der finanzielle Wert eines Angebots sollte dabei nie wichtiger sein als ein nachvollziehbarer Umgang mit persönlichen Informationen und ein verlässlicher Schutz der eigenen Identität.
